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Aus Energie

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"New Ecology Klima- und Energieseminar 2012"

Datum: 28. bis 30. 9. 2012

Ort: Tagungsstätte Niederkaufungen bei Kassel

organisiert von Svea Blieffert, Paul von Berg, Marie Heidenreich, Jenny Kurwan und Florian von Bechtolsheim.

Haltet euch den Termin frei, wir freuen uns schon!



"New Ecology Klima- und Energieseminar 2011: Wege und Irrwege in Wissenschaft, Politik und Umsetzung"

Datum: 14. bis 16. 10. 2011

Ort: Tagungsstätte Niederkaufungen bei Kassel

organisiert von Georg Kleine, Kristian Kurth, Peter Philipsborn und Hannah Barth

­+++ Dieses Seminar ist interdisziplinär und daher an alle Interessierten gerichtet +++

Liebe Interessierte der Klima- und Energiepolitik,

auch in diesem Jahr veranstaltet das New Ecology-Netzwerk ein Seminar zum Themenfeld „Erneuerbare Energien und Klimawandel“.

Als Titel haben wir, das Organisationskomitee, uns auf „Wege und Irrwege in Wissenschaft, Politik und Umsetzung“ geeinigt.

Veranstaltungsort ist wiederum die verkehrsgünstig gelegene Kommune Niederkaufungen bei Kassel, Veranstaltungstermin ist das Wochenende vom 14. bis 16. Oktober. Das Tagungshaus bietet uns eine ruhige Arbeitsatmosphäre und ist bestens ausgestattet (Beamer, Flipcharts, LAN-Internet, etc.).

Der TeilnehmerInnenkreis soll sich aus Studierenden aller Fachrichtungen und jungen Berufstätigen mit Interessenschwerpunkt im Bereich Klimawandel und nachhaltiger Energiepolitik zusammensetzen. Der Fokus unseres bewusst interdisziplinären Seminars liegt auf der horizonterweiternden Sichtung und Diskussion unterschiedlicher Lösungsansätze zu klima- und energiepolitischen Fragen. Das Seminar bietet den Teilnehmenden eine Diskussions- und Lernplattform. Teilnahmevoraussetzung ist, aktiv durch Vorträge, Workshopangebote o.ä. und Diskussionsbeiträge zur Gestaltung des Seminars beizutragen. Erstmals bietet das Organisationskomitee auch einen Pool von Vortragsideen und Anregungen an, um die inhaltliche Debatte ergebnisorientierter steuern zu können. Dieser Pool ist jedoch nicht abschließend, wir freuen uns hingegen auf Eure eigenen Vorschläge.

Das Seminar wird in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V. durchgeführt.

Bist Du an unserem Seminar interessiert, so sende uns bitte einen Abstract Deines Vortrags oder Deiner Workshopidee und eine kurze persönliche Vorstellung, in der Du darlegst, was Dich zur Teilnahme motiviert, an newecology2011@yahoo.de. Wir werden uns umgehend bei Dir melden. Anmeldeschluss ist der 31. August 2011. Maximal können 40 Personen teilnehmen. Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten, da das Seminar in den vergangenen Jahren relativ früh „ausgebucht“ war. Die Kosten für Teilnahme, Übernachtung und Vollverpflegung betragen 50 Euro. Wir freuen uns über Euer Interesse und hoffen auf ein spannendes Seminar!

Liebe Grüße, das Organisationskomitee Hannah, Peter, Kristian und Georg




"Klimawandel: Grenzen und Chancen einer nachhaltigen Entwicklung"

Datum: 15. bis 17. 10. 2010

Ort: Tagungsstätte Niederkaufungen bei Kassel''''

organisiert von Tamina Christ, Katrin Kohoutek, Melina Proestou und Franka Schorten

Im Herbst 2006 traf sich in Tübingen eine Gruppe junger Studierender und Promovierender unterschiedlicher Disziplinen: Ingenieurs-, Natur- und WirtschaftswissenschaftlerInnen waren ebenso vertreten wie Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen. Gegenstand dieses Seminars war die Rolle von Macht und Rationalität für die Zukunft der Energieversorgung. Auf diesem Treffen wurde auch das „New Ecology“- Forum gegründet. In den Jahren 2008 und 2009 folgten zwei weitere Seminare in Niederkaufungen mit den Themen „Gerechtigkeit und Verantwortung in der Klima- und Energiepolitik“ und „Wissen, Kommunikation und Handeln in der Klima- und Energiepolitik“. Dabei wurde das Spektrum der vertretenen Disziplinen durch neue Studierende und Promovierende erweitert. Zu den ersten beiden Seminaren ist jeweils ein Sammelband mit Artikeln der Teilnehmenden erschienen. Das Buch zum letzten Seminar wird voraussichtlich im Herbst diesen Jahres veröffentlicht. Diese interessante und produktive Kombination aus netten Menschen, spannenden Vorträgen und kontroversen Diskussionen soll nun auch 2010 wieder zusammengebracht werden.


In dem Seminar wird der Frage nachgegangen, welche Chancen nachhaltige Entwicklung im Kontext des Klimawandels bietet und welche Grenzen ihr gleichzeitig gesetzt sind. Hierfür wollen wir eingehender untersuchen, welche Ansichten und Konzepte den beteiligten Akteuren zugrunde liegen und inwieweit industrielle, lobbyistische oder auch politische Interessen fördernd oder blockierend Einfluss nehmen.




Wissen, Kommunikation und Handeln in der Klima- und Energiepolitik

Datum: 20. November - 22. November 2009

Ort: Tagungsstätte Niederkaufungen bei Kassel

organisiert von Anja Humburg, Tobias Ide und Stefan Feuerhahn in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V.

Im Herbst 2006 traf sich in Tübingen eine Gruppe junger Studierender und Promovierender mit interdisziplinärem Hintergrund. Ingenieurs-, Natur- und Wirtschaftswissenschaftler waren ebenso vertreten wie Geistes- und Sozialwissenschaftler. Thema dieses Seminars war die Rolle von Macht und Rationalität für die Zukunft der Energieversorgung. Auf diesem Treffen wurde auch das „New Ecology“-Forum gegründet.

Es folgte im Jahr 2008 ein Anschlussseminar in Niederkaufungen mit dem Titel „Gerechtigkeit und Verantwortung in der Klima- und Energiepolitik“. Hier stießen zahlreiche neue Studierende und Promovierende hinzu. Dadurch wurde das Spektrum der vertretenen Fächer noch verbreitert.

Zum ersten Seminar ist bereits ein Sammelband mit Artikeln der Teilnehmenden erschienen. Das Buch zum zweiten Seminar wird voraussichtlich Ende 2009 veröffentlicht. Diese interessante und produktive Kombination aus netten Menschen, interessanten Vorträgen, kontroversen Diskussionen und verwertbaren Outputs soll nun auch 2009 wieder zusammen gebracht werden.

Der Titel des diesjährigen Seminars lautet "Wissen, Kommunikation und Handeln in der Klima- und Energiepolitik" hier geht's zu weiteren Informationen zum Seminar 2009


Gerechtigkeit und Verantwortung in der Klima- und Energiepolitik

Datum: 28. November - 1. Dezember 2008

Ort: Tagungsstätte Niederkaufungen bei Kassel

organisiert von Vanessa Aufenanger, Nele Friedrichsen in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen e.V.

Das Netzwerk New Ecology entwickelte sich aus dem Seminar zu „Macht und Rationalität. Die Zukunft der Energieversorgung“, das im Jahr 2006 von Jan Christoph Goldschmidt und Felix Creutzig [1] organisiert wurde (s. unten). Das für 2008 geplante Seminar führt z.T. die dort angerissenen Diskussionen fort, der Themenschwerpunkt liegt diesmal auf den Aspekten Gerechtigkeit und Verantwortung. Zentrale Fragen des Seminars sind: Wer muss, kann und will welchen Beitrag leisten? Welche Regelungen müssen gefunden werden, damit es gelingt den Klimawandel anzugehen und die Energieversorgung nachhaltig zu gestalten? Diese Aspekte sind grundlegend in der Klima- und Energiepolitik, allerdings liegt auch genau hier das Problem, da sehr unterschiedliche Vorstellungen dahinter stecken: Was ist eigentlich Gerechtigkeit und wer muss, kann und will Verantwortung übernehmen?!

hier geht's zu weiteren Informationen zum Seminar 2008


Macht und Rationalität: Die Zukunft der Energieversorgung

Die Probleme unserer heutigen Energieversorgung sind bekannt. So ist der Effekt treibhauswirksamer Emissionen identifiziert und verstanden. Lediglich die Prognose der Größe des Effektes und der Folgekosten ist unsicher. Auch die entsprechenden Lösungsansätze dazu stellen mit wenigen Ausnahmen kein Erkenntnisproblem mehr dar. Für den Umbau unserer Energiesysteme gibt es brauchbare Szenarien und konkrete Handlungsempfehlungen an die Gesellschaft. Warum aber lässt die Umsetzung auf sich warten?

Das Seminar

Um diese Frage zu diskutieren trafen sich Anfang Oktober 2006 34 engagierte Studenten und Promovierende der verschiedensten Fächer im forum scientiarum in Tübingen. Vom Physiker zur Historikerin, von der Biologin zum Energiewirtschaftler, von der Politologin zum Agrarwissenschaftler reichte das Spektrum. Ziel war nicht nur voneinander zu Lernen, sondern vielmehr miteinander die Komplexität der Energieversorgung und der Interaktion mit der Politik zu verstehen.

Klimawandel

Die langfristigen Folgen menschlichen Handelns waren noch nie von so umgreifender Natur wie wir es heutzutage erleben. Speziell die vom Menschen verursachte Klimaveränderung wird in den nächsten Generation und darüber hinaus die natürliche Umwelt und uns Menschen schwer treffen. Die negativen Folgen werden die positiven bei weitem übertreffen und so gilt es das Ausmaß des Klimawandels möglichst stark zu begrenzen. Der Klimawandel geht auf Treibhausgase zurück, dessen wichtigster Vertreter Kohlenstoffdioxid ist. Kohlenstoffdioxid entsteht beim Verbrennen fossiler Energieträger wie Öl, Kohle und Gas. Der Wechsel von diesen fossilen Energieträgern zu Alternativen ist folglich zentral, um den Klimawandel einzudämmen und der entscheidende Punkt einer Energiewende. Darüber hinaus muss eine Energiewende aber auch die weltweit und auf allen Ebenen auftretenden Ressourcenkonflikte entschärfen und und allen Menschen Zugang zu modernen Energieformen ermöglichen und so eine Chance auf Entwicklung geben. Sie muss in einem umfassenden Sinne sozial und ökologisch nachhaltig sein.

Energiewende

Die wichtigsten Eckpunkte einer Energiewende können anhand des Gutachten des wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung aus dem Jahr 2003 skizziert werden. Effiziente Technologien könnten demnach die Nachfrage nach Energie erheblich reduzieren. Der Verbrauch von Kohle kann bis 2050 erheblich sinken und übergangsweise von den CO2-ärmeren Gaskraftwerken ergänzt werden. Windkraft und Biotreibstoffe können schon in den nächsten 20 Jahren große Anteile an der Energieversorgung übernehmen. Das größte und prinzipiell unbegrenzte Potential steckt in der Solarenergie, die jedoch erst in 20 Jahren signifikante und immer größere Teile der Energieversorgung übernehmen wird.

Im Detail erarbeiteten die Teilnehmer die Möglichkeiten der Netzwerkregelung bei dezentraler Energiebereitstellung und Maßnahmen zu Steigerung der Energieeffizienz. Hierbei hilft eine stärke Fokussierung auf die eigentlichen Energiedienstleistungen, statt auf die bloße Bereitstellung von Nutzenergie. Großes Potential zur Reduktion des Energieverbrauchs liegt z.B. in der Wärmedämmung von Gebäuden. Ein zusätzlicher Aspekt einer umfassenden Energiewende ist Suffizienz, also ein Mehr an Lebensqualität ohne eine Ausweitung des materiellen Verbrauches. Es geht dabei nicht so sehr um Verzicht, sondern um das rechte Maß an materiellem Wohlstand bei Verringerung des absoluten Bedarfs an Energiedienstleistungen.

Machttheoretische Analyse

Die bloße Feststellung des Problems (Klimawandel) und die prinzipiell einsichtige Lösungsstrategie (Energiewende) bedeuten allerdings keineswegs, dass diese Lösungen auch realisiert werden. Die Realität besteht aus sich historisch entwickelten Strukturen, asymmetrischer Machtverteilung und individuellen Anreizsystemen, die zum Teil dem Gemeinwohl entgegenstehen. Eine Analyse dieser Dimensionen ist fundamentale Vorraussetzung, um Handlungsmöglichkeiten in einer komplexen Welt zu entwickeln. Genau diese Analyse am zentralen Beispiel der Energieversorgung war Aufgabe und Ziel des Seminars zur Energiewende. In wie weit übt Technologie selbst Macht aus? Oder konkreter: In wie weit sorgen die unterschiedlichen Techniken der Energieversorgung, die zentralen Großkraftwerke und die dezentralen alternativen Energieträger für unterschiedliche Machtstrukturen? Aus einer philosophischen Sicht fragten die Teilnehmer sich, was Macht eigentlich ist und kamen zu dem Begriff der zwei Pole der Macht, Kommunikation und Gewalt. Die Machttheorie Foucault diente den Teilnehmern als Werkzeug zur Analyse der Machtstrukturen und des historisch sich entwickelten Diskurses. So beruht die Macht der Energiekonzerne (e.on, RWE, Vattenfall, EnBW) keineswegs alleine auf Geld, sondern vielmehr auch auf Habitus und Wissen über Einflussmöglichkeiten wie Lobbyarbeit, auf einer versuchten Lenkung des Diskurses und im speziellen auf einer engen Verquickung zwischen Politik und den großen Energiekonzernen.

Rationalität

Diese Analyse allein reicht aber nicht aus. Die Teilnehmer stellten sich deshalb auch die Frage: Wie sieht vielmehr der Handlungsanreiz für ökonomisch agierende Akteure aus, wenn gleichzeitig das Allgemeinwohl betroffen ist? In zwei parallel stattfindenden Sitzungen spielten die Teilnehmer ”Fishbanks”, ein Spiel zur Verdeutlichung der Allmendenproblematik. In dem Spiel besteht ein Anreiz möglichst viele Fische zu fangen, um seiner Fischfirma zum Sieg zu verhelfen. Die einzelnen Gruppen der einen Sitzung schafften es, die Fischgründe komplett leer zu fischen und damit die zukünftige ökonomische Basis zu zerstören. In der parallel dazu stattfindenden zweiten Sitzung dagegen einigte sich die Gruppen auf eine enge Kooperation und feste Fangquoten, womit ein (einigermaßen) nachhaltiger Fischfang gewährleistet wurde. Die beiden Sitzungen unterschieden sich nicht nur im ökonomischen Erfolg deutlich, sondern auch in Stimmung und Selbstzufriedenheit. Das Erlebnis wie anfänglich schwierig Kooperation und Vertrauen aufzubauen waren einerseits, und wie groß der Erfolg der Kooperation andererseits war, beschrieben sehr viele Teilnehmer als ganz zentrales Erlebnis des Seminars. Die Zusammenstellung der Erfolgsfaktoren für Kooperation gegenüber der Überausbeutung der Ressourcen füllte eine engbeschriebene Tafel und zeigte auf, welche Komplexität hinter der erfolgreichen Ausgestaltung von Kooperation steckt. Der Literatur folgend scheint zentral zu sein, dass die Gruppe sich selbst organisiert und nicht von außen bestimmt wird, dass der Situation angemessene und überprüfbare Regeln aufgestellt werden und dass die Gruppe sich nach außen abgrenzen kann, z.B. gegenüber einer anderen Gruppe, die auch ”Fishbanks” spielt. Zu starke Unterschiede zwischen den einzelnen Gruppen scheinen dagegen die Kooperation unwahrscheinlicher zu machen.

Anschließend wurde mit Inputreferaten die passende ökonomische Theorie eingeführt. Menschliches Verhalten ist nicht immer rational, sondern wird in komplexen Situation oft irrational. Auch handeln Akteure entgegen dem klassischen Modell nicht immer selbstbezogen, sonder oft auch kooperativ, solange die anderen auch kooperieren. In überschaubaren Gruppen ist unter diesen Voraussetzung fast immer eine nachhaltige selbstorganisierte Ressourcennutzung möglich. In großen anonymen Gruppen ist Schaffung von nachhaltigen Institutionen dagegen ein fundamentales Problem. Wenn Regeln nicht oder nur schlecht überprüfbar und/oder wirksam sind, entsteht oft der gegenteilige Effekt und Individuen trachten jetzt erst nach der eigennützigen (Über)nutzung von Ressourcen. Prinzipiell bieten sich drei Möglichkeiten für große Gruppen: 1) effektive formale Regeln 2) geeignete ”belief systems” in der Gruppe wie z.B. die Einstellung, dass es eine soziale Tugend ist Steuern zu zahlen und einem dies durch die Gemeinschaft zurückgezahlt wird 3) Zurückführung auf kleine selbstorganisierende Gruppen wenn möglich.

Mit einer Marktsimulation von Kraftwerksbesitzern und Stromhändlern erarbeiteten sich die Teilnehmer Effekte des Emissionshandels. Weitere Vorträge ermöglichten ein tieferes Verständnis des Konfliktes um den Emissionshandel, die Einführung erneuerbarer Energien in Deutschland, dem Atomausstieg und andere spezifische Energiefragen. Kleingruppen wandten schließlich das erworbene Instrumentarium von Machtanalyse bis zur spieltheoretischen und institutionellen Betrachtungsweise auf diese konkreten Situationen an. Die Ergebnisse werden in einer Publikation gesammelt und Aspekte sind vorläufig auf der Webseite www.new-ecology.de sichtbar. (F.C.)

Seminarleitung: Felix Creutzig und Jan Christoph Goldschmidt

Unterstützung: Studienstiftung des deutschen Volkes, Heinrich-Böll-Stiftung, DBU, BUND, Friedrich-Ebert-Stiftung

Persönliche Werkzeuge